ImpressumAbkürzungsverzeichnis / Begriffserklärungen |
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Hier werden Abkürzungen und Fachbegriffe allgemeiner Art sowie aus den Bereichen Eisenbahn und Bergbau erklärt.
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(Demonstrationsbeispiel - z.B.)
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| Anschlußstelle (Anst) |
Anschlußstellen sind Bahnanlagen der freien Strecke. wo Züge (Sperrfahrten) ein angeschlossenes Gleis als Rangierfahrt befahren können. Anschlußstellen dienen i.d.R. dem Bedienen (Zuführen/Abholen von Wagen) von Werken. |
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| Bahnhof (Bf) |
In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert: "Bahnhöfe sind Bahnanlagen mit mindestens einer Weiche, wo Züge beginnen, enden, ausweichen oder wenden dürfen. Als Grenze zwischen den Bahnhöfen und der freien Strecke gelten im allgemeinen die Einfahrsignale oder Trapeztafeln, sonst die Einfahrweichen." Bahnhöfe lassen sich nach verschiedenen Kriterien in Kategorien einteilen. Nach dem Verwendungszweck unterscheidet man Personenbahnhöfe, Güterbahnhöfe, Rangierbahnhöfe, Postbahnhöfe, ... In der Umgangssprache wird der Begriff "Bahnhof" auf zweierlei Art falsch verwendet. |
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| Baureihe (BR) |
Bezeichnung (Zifferngruppe) zur Unterscheidung von Triebfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen u.a.) eines Eisenbahnverkehrsunternehmens nach Hauptparametern Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) verwenden das 1970 von der Deutschen Reichsbahn eingeführte und 1972/73 modifizierte Nummernschema weiter. Dabei bedeuten:
Da das Nummernschema zur Unterscheidung der verschiedenen Bauarten von Schmalspur-Triebfahrzeugen zu grob ist, wird zur weiteren Untergliederung die Ordnungsnummer (zweite Zifferngruppe der Fahrzeug-Nummer) genutzt. Häufig findet man die Abkürzung "BR" vor die Bahn-/Betriebsnummer von Triebfahrzeugen geschrieben (z.B. "BR 99 7235"). Das ist falsch, da "99 7235" keine Baureihe sondern eine einzelne Lokomotive ist. Für das Beispiel wäre die korrekte Schreibweise "Lok 99 7235 der BR 9923-24". |
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| Befahren | Egal ob Bergleute sich zu Fuß, mit einer Grubenbahn, mit einem Fahrkorb (Aufzug), über Leitern ("Fahrten") o.a. in der Grube fortbewegen, spricht man von "Fahren". Begeben sich die Bergleute in die Grube so "fahren sie ein". Das Verlassen der Grube heißt "Ausfahren". | |||||||||||||||||||||||||
| Bf | Abkürzung für Bahnhof | |||||||||||||||||||||||||
| BHG | Bäuerliche Handelsgenossenschaft - Betrieb zum Verkauf von landwirtschaftlichen Produkten, Werkzeugen und Baumaterialien in der DDR | |||||||||||||||||||||||||
| Bimmelbahn |
"Bimmelbahn" ist ein im Volksmund entstandener Synonym für Schmalspurbahnen. Der Name ist auf das Bimmeln der Läutewerke der Dampfloks zurückzuführen. Aus Kostengründen wurden an Schmalspurbahnen die Bahnübergänge meist nicht technisch gesichert (keine Schranken). Besonders bei Durchfahrt durch Ortschaften mit vielen aufeinander folgenden Bahnübergängen wurden durch Einschalten des Läutewerks die Straßenverkehrsteilnehmer vor dem Nahen des Zuges gewarnt. |
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| BOStrab |
Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen Gesetz, welches die Grundsätze für Bau und Betrieb von im Straßenbereich verkehrende Schienenbahnen festlegt; Für das Fahren auf Straßenbahngleisen müssen die Fahrzeuge zum Beispiel mit Bremsleuchten und Klingel ausgestattet sein. |
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| BR | Abkürzung für Baureihe | |||||||||||||||||||||||||
| Bremshundertstel | Das Verhältnis von Bremsmasse (Summe der Masse der wirksamen Bremsen eines Zuges) zur Zugmasse in Prozent wird als "Bremshundertstel" bezeichnet. Der Wert ist nach dem Bilden eines Zuges zu ermitteln und in den Bremszettel für den Triebfahrzeugführer einzutragen. Ergeben die Bremshundertstel einen Wert unter den im Buchfahrplan vorgeschriebenen Mindestbremshundertsteln, dann darf der Zug nicht oder ggf. nur mit verminderter Geschwindigkeit fahren. | |||||||||||||||||||||||||
| Buchfahrpkan | Der Buchfahrplan ist eine innerbetriebliche Fahrplanunterlage für das Zugpersonal in Heft-/Buchform (bei der DB AG auch als Bildschirmanzeige auf den Triebfahrzeugen) mit sehr detaillierten Angaben für Regelzüge und Bedarfszüge auf einer/mehreren Strecken. Als Kopfdaten sind für jeden Zug angegeben Zuggattung, Zugnummer, Verkehrstage, Laufweg, Höchstgeschwindigkeit, maximale Zugmasse, einzustellende Bremsstellung, Mindestbremshundertstel und Baureihe des Triebfahrzeugs. Tabellarisch angegeben werden zu dem entsprechenden Zug die Stationierung der Betriebsstellen (Kilometerangabe), die Stationen für Geschwindigkeitswechsel, die zulässige Höchstgeschwindigkeit sowie die Ankunfts-, Abfahrts- bzw. Durchfahrtszeiten an den Betriebsstellen. Auf Strecken mit Zugleitbetrieb sind zusätzlich Angaben enthalten zu Kreuzungen, zu Überholungen, zum Einfahrgleis, zum Verantwortlichen für die Abgabe der Zuglaufmeldungen sowie darüber, ob vor der Trapeztafel (Signal So 5 bzw. Ne 1) vor Einfahrt gehalten werden muss. | |||||||||||||||||||||||||
| Bw | Bahnbetriebswerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Triebfahrzeugen | |||||||||||||||||||||||||
| Bww | Bahnbetriebswagenwerk - Dienststelle zur Bereitstellung, Unterhaltung und Wartung (kleine Reparaturen) von Wagen | |||||||||||||||||||||||||
| DDR | Abkürzung für Deutsche Demokratische Republik | |||||||||||||||||||||||||
| Deutsche Demokratische Republik (DDR) | 1949 gegründeter Staat in Ostdeutschland (Sowjetische Besatzungszone nach dem II. Weltkrieg); nach der im Jahr 1989 erfolgten politischer Wende 1990 mit der BRD wiedervereinigt | |||||||||||||||||||||||||
| Deutsche Reichsbahn (DR) |
Die Weimarer Verfassung vom 11. August 1919 legte im Artikel 171 fest, dass am 1. April 1921 die einzelnen Staatsbahnen in den Besitz des Reiches übergehen sollen. Die wirtschaftliche Lage der Bahnen führte dazu, dass nach Abschluss der Staatsverträge bereits am 01.04.1920 die Ländereisenbahnen von Preußen, Bayern, Sachsen, Württemberg, Baden, Hessen (am 24.04.), Mecklenburg-Schwerin (am 27.04.) und Oldenburg (am 29.04.) als staatliches Verkehrsunternehmen dem Deutschen Reich unterstellt wurden. Die Bahnen des Deutschen Reiches wurden zunächst als "Reichseisenbahnen" bezeichnet. Der Reichsverkehrsminister Generalmajor a.D. Wilhelm Groener führte am 27. März 1921 den Namen "Deutsche Reichsbahn (DR)" ein. Der 01.04.1920 gilt als Gründungsdatum der Deutschen Reichsbahn. Wegen der nach dem 1. Weltkrieg von den deutschen Eisenbahnen zu zahlenden Reparationen wurde die DR am 30.08.1924 in das juristisch selbständige Unternehmen "Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG)" umgewandelt, während die Anlagen im Besitz des Staates verblieben. Um die Eisenbahnen den Kriegsvorbereitungen des faschistischen Staates unterzuordnen, wurde die DRG im Jahr 1937 wieder als DR dem Reichsverkehrsministerium unterstellt. Zur Unterscheidung von der Abkürzung "DR" (Deutsches Reich) wurde ab 1938 die Abkürzung "DR" verwendet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Staatsbahn in Ostdeutschland und in der am 07.10.1949 gegründeten DDR weiter unter dem Namen "Deutsche Reichsbahn (DR)" geführt. Der DR teilte man auch die enteigneten und verstaatlichten Privatbahnen (wie z.B. GHE und HSB) zu. Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland hat man die DR am 31.12.1993 aufgelöst und zusammen mit der Deutschen Bundesbahn (DB) in die Deutsche Bahn AG (DB AG) überführt. |
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| Deutsche Reichsbahn (DR) |
Am 01.04.1920 wurde durch Übernahme der Ländereisenbahnen das dem Deutschen Reich unterstehende (staatliche) Verkehrsunternehmen "Deutsche Reichsbahn (DR)" gegründet. Wegen der nach dem 1. Weltkrieg von den Deutschen Eisenbahnen zu zahlenden Reparationen wurde die DR am 30.08.1924 in das juristisch selbständige Unternehmen "Deutsche Reichsbahn Gesellschaft (DRG)" umgewandelt, während die Anlagen im Besitz des Staates verblieben. Um die Eisenbahnen den Kriegsvorbereitungen des faschistischen Staates unterzuordnen, wurde die DRG im Jahr 1937 wieder als DR dem Reichsverkehrsministerium unterstellt. Zur Unterscheidung von der Abkürzung "DR" (Deutsches Reich) wurde ab 1938 die Abkürzung "DR" verwendet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Staatsbahn in Ostdeutschland und in der am 07.10.1949 gegründeten DDR weiter unter dem Namen "Deutsche Reichsbahn (DR)" geführt. Der DR teilte man auch die enteigneten und verstaatlichten Privatbahnen (wie z.B. GHE und HSB) zu. Nach der Wiedervereinigung von West- und Ostdeutschland hat man die DR am 31.12.1993 aufgelöst und zusammen mit der Deutschen Bundesbahn (DB) in die Deutsche Bahn AG (DB AG) überführt. |
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| DR | Abkürzung für Deutsche Reichsbahn | |||||||||||||||||||||||||
| DRB |
Abkürzung für Deutsche Reichsbahn von 1938 bis 1945 zur Unterscheidung von "DR = Deutsches Reich" (siehe Deutsche Reichsbahn) |
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| DRG | Abkürzung für Deutsche Reichsbahn Gesellschaft | |||||||||||||||||||||||||
| EBA | Abkürzung für Eisenbahn-Bundesamt | |||||||||||||||||||||||||
| EBO |
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung Gesetz mit Begriffsbestimmungen und Vorschriften für den Bau und Betrieb öffentlicher Eisenbahnen. |
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| Eisenbahn-Bundesamt (EBA) |
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) ist Aufsichts- und Genehmigungsbehörde für die der Bundesrepublik gehörenden Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) bzw. EVU und EIU mit Sitz im Ausland, welche in der Bundesrepublik tätig sind.. Als unabhängige Schiedsstelle soll das EBA den diskriminierungsfreien Zugang verschiedener EVU zum öffentlichen Eisenbahnnetz überwachen. 13 Bundesländer haben ihre Aufgaben der Landeseisenbahnaufsicht über die Nichtbundeseigenen Eisenbahnen dem EBA übertragen. |
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| EBÜT |
Einheits-Bahnübergangstechnik Ausrüstung zur technischen Sicherung nivaugleicher Kreuzungen von Eisenbahn und Straße, welche aus Komponenten besteht, die dem in den 1980er Jahren von der Deutschen Bundesbahn (DB) festgelegten Standard entsprechen. |
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| EG | Abkürzung für Empfangsgebäude | |||||||||||||||||||||||||
| EIU |
Eisenbahninfrastrukturunternehmen: Unternehmen, welches für den Betrieb und die Unterhaltung von Eisenbahnstrecken zuständig ist. Das Unternehmen kann selbst Eigentümer der Strecken sein oder diese vom Eigentümer pachten. |
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| Empfangsgebäude (EG) |
Gebäude an Personenbahnhöfen und Haltepunkten, welches neben Warteräumen Räume für verkehrliche Aufgaben (Fahrkartenschalter zur Abfertigung Reisender; Räume zur Abfertigung von Gepäck, Expressgut und Post) enthält. Zusätzlich können sich Räume für betriebliche Aufgaben (Fahrdienstleiterraum, Stellwerk) und Wohnräume für Eisenbahner im Empfangsgebäude befinden. Einige Empfangsgebäude besaßen/besitzen auch Räume für die Bahnhhofsgaststätte und Verkaufskioske. Durch Personaleinsparung und Rationalisierung seitens der Eisenbahnunternehmen werden mittlerweile zahlreiche Empfangsgebäude nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion oder gar nicht genutzt. In großen Städten werden die Empfangsgebäude zu Einkaufszentren mit Fahrkartenverkauf umfunktioniert. Gebäude, die lediglich einen Warteraum besitzen, nennt man Wartehalle. In der Umgangssprache wird für das EG häufig der falsche Begriff Bahnhof verwendet. |
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| ESBO |
Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung für Schmalspurbahnen Gesetz, welches die Grundsätze für Bau und Betrieb von Schmalspurbahnen festlegt. |
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| EVU |
Eisenbahnverkehrsunternehmen: Unternehmen, welches Eisenbahnverkehrsleistungen (Zugfahrten) erbringt. Um auf öffentlichen Eisenbahnstrecken fahren zu dürfen und um öffentlichen Personenverkehr durchführen zu dürfen, muß das Unternehmen eine Zulassung (Konzession) besitzen. |
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| EZMG-Stellwerk |
Elektricheskaja Zentralisazija Malych Stanzij Germanii = "Elektrische Zentralisierung kleiner Bahnhöfe in der DDR": einfache Bauform von Gleisbildstellwerken (Relais-Stellwerken), welche die Deutsche Reichsbahn (DR) aus der Sowjetunion importierte Durch Ersatz älterer Stellwerkstechnik (mechanische und elektromechanische Stellwerke) durch Stellwerke in Relaistechnik wollte die DR den Arbeitskräftemangel mindern (Zentralisierung von Stellwerken), die Fahrzeiten verkürzen (Verringerung der Behinderungszeiten in Bahnhöfen) und die Sicherheit erhöhen. Die Produktionskapazitäten des einzigen Herstellers von Stellwerken in der DDR Werk für Signal- und Sicherungstechnik Berlin (WSSB) waren weitestgehend ausgeschöpft durch die Herstellung von Gleisbildstellwerken für den Export, für die Berliner U-/S-Bahn, für Industriebahnen der Braunkohlentagebaue und für größere Bahnhöfe der DR. Deshalb importierte die DR für die Rationalisierung kleiner Bahnhöfe EZMG-Stellwerke aus der UdSSR. |
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| Fahrten | Als "Fahrten" bezeichnet der Bergmann Leitern zum Befahren der Gruben. | |||||||||||||||||||||||||
| GHE |
Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn-Gesellschaft; von 1887 bis 1946 Auftraggeber für Bau der Selketalbahn und Eigentümer bis 1946; Betriebsführung durch "Deutsche Eisenbahnbetriebs A.G. Berlin" |
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| Gleisbildstellwerk (GS) |
Weil das Bedienpult einen schematischen Gleisplan besitzt, werden die im Bereich der Deutschen Reichsbahn in der DDR verwendeten Relaisstellwerke als "Gleisbildstellwerke" bezeichnet. Die sicherungstechnischen Abhängikeiten werden bei diesen Stellwerken nicht mehr mechanisch sondern ümittels Relaisbaugruppen hergestellt. |
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| GmP | Güterzug mit Personenbeförderung Zug, der hauptsächlich aus Güterwagen besteht und einen/mehrere Personenwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen. Bei der Deutschen Reichsbahn erhielten GmP Zugnummern zwischen 68 000 und 69 999. |
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| Haltepunkt (Hp) |
In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) (ein Gesetz) ist definiert: "Haltepunkte sind Bahnanlagen ohne Weichen, wo Züge planmäßig halten, beginnen oder enden dürfen." In der Umgangssprache wird der Begriff "Haltepunkt" oft falsch verwendet. Alle Stationen, wo Personenzüge zum Ein-/Aussteigen halten, werden als "Haltepunkt" bezeichnet, obwohl Bahnhöfe per Definition keine Haltepunkte sind, da sie ja mindestens eine Weiche besitzen. |
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| Hp | Abkürzung für Haltepunkt | |||||||||||||||||||||||||
| Hauptuntersuchung |
Nach Ablauf der vom Gesetzgeber festgelegten Fristen (Fristablauf) muß ein Eisenbahnfahrzeug einer Untersuchung durch autorisierte Werkstätten unterzogen werden, damit es weiter eingesetzt werden darf. Da die Hauptuntersuchung zusammen mit einer Instandsetzungsstufe (IS) / Schadgruppe (SG) zu erfolgen hat, gehören zum Arbeitsumfang das Auseinandernehmen, das Ersetzen verschlissener Teile, das Beseitigen festgestellter Schäden, der Zusammenbau und die Abnahmeprüfung des Fahrzeugs. (Instandsetzungsstufen von Dampfloks siehe "L0 ... L7") |
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| HSB |
Harzer Schmalspurbahnen GmbH; aus kommunaler Gründungsgesellschaft (Landkreise Wernigerode, Quedlinburg, Nordhausen, anliegenden Kommunen, Stadt Quedlinburg, Gemeinde Tanne und Kurbetriebsgesellschaft Braunlage) zum Erhalt der Schmalspurbahnen im Harz am 19. November 1991 gegründet; seit 01.02.1993 Betriebsführung als Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) auf den Strecken der Harzquerbahn (Nordhausen - Drei Annen Hohne - Wernigerode), Brockenbahn (Drei Annen Hohne - Brocken) und Selketalbahn (Gernrode - Alexisbad - Stiege - Eisfelder Talmühle); als Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) zuständig für die Unterhaltung der Strecken Sehr häufig wird die Abkürzung "HSB" zur Bezeichnung des Streckennetzes mißbraucht. Aus Nachlässigkeit lassen andererseits viele Textautoren die Abkürzung "GmbH" weg, obwohl sie die Eisenbahngesellschaft und nicht das Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen meinen. |
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| HSSB |
Harzer Schmalspurbahnen: Netz von Eisenbahnstrecken in Meterspur (Spurweite 1000 mm) im Harz, welches heute noch aus den Strecken der Selketalbahn (Gernrode Alexisbad Stiege Hasselfelde, Alexisbad Harzgerode, Stiege Eisfelder Talmühle), aus der Harzquerbahn (Nordhausen Nord Wernigerode) und aus der Brockenbahn (Drei Annen Hohne Brocken) besteht. Die Strecken wurden zunächst von verschiedenen privaten Bahngesellschaften (GHE, NWE und SHE) eröffnet und betrieben. Ab 1949 wurden die Strecken östlich der innerdeutschen Grenze vom Staatsunternehmen Deutsche Reichsbahn (DR) betrieben. Seit 01.02.1993 ist die Harzer Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) Eigentümer und Betreiber der Harzer Schmalspurbahnen.
Sehr oft wird fälschlicherweise die offizielle Abkürzung "HSB" des Unternehmens Harzer Schmalspurbahnen GmbH als Abkürzung für das Streckennetz verwendet. Wenn man die Gesamtheit der Harzer Schmalspurstrecken meint, ist die Verwendung des Begriffes in der Einzahl "Harzer Schmalspurbahn" grammatisch falsch, da wegen der drei Bahnen (Selketalbahn, Harzquerbahn und Brockenbahn) die Mehrzahl verlangt wird. |
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| HU | Abkürzung für Hauptuntersuchung | |||||||||||||||||||||||||
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KB (KBi / KB4i) |
Gattungsbuchstaben zur Kennzeichnung von Schmalspur (Kleinspur)-Reisezugwagen mit Sitzplätzen der 2. Wagenklasse (B) siehe Wagengattungen von Reisezugwagen |
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KD (KDi / KD4i / KDaai) |
Gattungsbuchstaben zur Kennzeichnung von Schmalspur (Kleinspur)-Reisezugwagen mit Gepäckabteil (Packwagen; D) siehe Wagengattungen von Reisezugwagen |
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| Kleinbahn |
"Kleinbahnen" sind Eisenbahnen, die nach dem preußischen "Gesetz über Kleinbahnen und Privatanschlußbahnen" vom 28. Juli 1892 ("Kleinbahngesetz") genehmigt, gebaut und betrieben wurden. Diese Bahnen hatten nur sehr lokale Bedeutung. Bau- und Betrieb erfolgte nach vereinfachten Vorschriften (zum Beispiel Gleise in Kiesbettung statt im Schotterbett) durch private Unternehmen. In anderen Deutschen Ländern wurde der Begriff "Kleinbahn" teilweise übernommen oder man verwendete die Begriffe "Lokalbahn" bzw. "Vinicialbahn" (in Bayern). Kleinbahnen können Bahnen in Regelspur (1435 mm) oder Schmalspur sein. In der Umgangssprache wird der Begriff "Kleinbahn" häufig falsch verwendet als Synonym für Schmalspurbahn. "Klein" hat aber nichts mit der kleineren Spurweite der Schmalspurbahnen zu tun sondern mit dem preußischen "Kleinbahngesetz". Es gab auch normalspurige Kleinbahnen. Nicht jede Schmalspurbahn ist eine Kleinbahn. Die Schmalspurbahnen im Harz sind keine Kleinbahnen. Als 1887 die Selketalbahn eröffnet wurde, gab es noch kein "Kleinbahngesetz". Auch die Schmalspurbahnen in Sachsen sind keine Kleinbahnen, da sie fast ausnahmslos von den Sächsischen Staatseisenbahnen gebaut und betrieben wurden. |
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| Kö |
Kleinlok mit "Öl(Diesel-)motor" Es gab auch Kleinloks mit Benzinmotor (Kb) und besonders während des II. Weltkrieges Kleinloks mit Holzgasmotor. Mitunter werden die Kö's als "Köf" bezeichnet. Das ist jedoch nicht korrekt, da diese Abkürzung nur für Kleinloks mit "Öl(Diesel-)motor" und Flüssigkeitsgetriebe (Föttinger-Getriebe = hydrodynamisches Getriebe) festgelegt wurde. |
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| Kopf machen | Die Eisenbahner bezeichnen das Wenden (Fahrtrichtungswechsel) eines Zuges in einem Bahnhof als "Kopf machen", wenn anschließend eine andere Strecke befahren wird oder vor der Rückfahrt auf der selben Strecke entweder durch Umsetzen des Triebfahrzeugs (Tfz; Lok / Triebwagen) an das andere Zugende rangiert bzw. ein anderes Tfz an das andere Zugende gekuppelt wird. | |||||||||||||||||||||||||
| Kreuzen / Kreuzung |
Der eisenbahnbetriebstechnologische Vorgang, bei dem sich zwei auf einer eingleisigen Strecke in gegengesetzter Richtung fahrende Züge in einem Bahnhof (Kreuzungsbahnhof) ausweichen, nennt man "(Zug)-Kreuzung" bzw. "Kreuzen". Im Bildfahrplan kreuzen sich die Zeit-Wege-Linien der beiden Züge. |
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| L0 ... L7 |
Bei der DR wurden als Kürzel der Instandsetzungsstufe (IS; auch Instandhaltungsstufe) / Schadgruppe (SG) für Dampflokomotiven der Buchstabe "L" und eine Ziffer verwendet. Das "L" (von Lokomotive) ist historisch bedingt, weil es in der Anfangszeit nur Dampflokomotiven gab. Die Schadgruppen wurden nach Dienstvorschrift DV 947 wie folgt gekennzeichnet:
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| LEW |
VEB Lokomotivbau Elektrotechnische Werke "Hans Beimler" Hennigsdorf Herstellerwerk von Diesellokomotiven und E-Loks. Nach Einstellung der Lokomotivherstellung in Babelsberg war das LEW die einzige Lokomotivfabrik in der DDR. |
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| LKM | VEB Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg - Herstellerwerk von Dampf- und Diesellokomotiven in Potsdam-Babelsberg (ehemals "Orenstein & Koppel" - O&K). Auf dem Firmenschild an den Lokomotiven wurde meist die Abkürzung "LOB" verwendet. Das Werk mußte in den 1970er Jahren sein Produktionsprofil auf den Bau von Kühlanlagen umstellen. | |||||||||||||||||||||||||
| LOB |
Lokomotivbau Babelsberg Auf den Fabrikschildern von Lokomotiven verwendete Abkürzung für den VEB Lokomotivbau "Karl-Marx" Babelsberg (LKM). |
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| Lokomotive (Lok) |
Triebfahrzeug, welches im Gegensatz zu einem Triebwagen indirekt zur Personenbeförderung und/oder zum Gütertransport dient. Eine Lok hat einen Antrieb und ein/zwei Führerstände. Zur Beförderung von Personen und zum Transport von Gütern muß ein Zug aus Lok und Wagen gebildet werden. |
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| MaLoWa | Die Mansfelder Lok- und Waggonbau Bahnwerkstatt GmbH in Benndorf ist entstanden aus der Reparaturwerkstatt der Anschlußbahn des VEB Mansfeld Kombinat "Wilhelm Pieck". Die Bahn verfügte zwischen 1880 und 1990 über ein Streckennetz von 45 km Länge. Einschließlich der Lade- und Rangiergleise hatte das Netz eine maximale Ausdehnung von 95 km. | |||||||||||||||||||||||||
| Mindestbremshundertstel (Mbr) | Mit Mindestbremshundertstel wird im Buchfahrplan angegeben, wieviel Bremshundertstel ein Zug mindestens besitzen muss, um mit der im Fahrplan vorgesehenen Geschwindigkeit die Strecke befahren zu dürfen. Die Mindestbremshundertstel für eine Strecke hängen von den Neigungsverhältnissen und den Bremsweglängen ab. | |||||||||||||||||||||||||
| NWE |
Nordhausen-Wernigeroder Eisenbahn-Gesellschaft; Auftraggeber für den Bau der Harzquerbahn (Nordhausen - Drei Annen Hohne - Wernigerode) und Brockenbahn (Drei Annen Hohne - Brocken); von 1897 bis 1948 Eigentümert der Harzquer- und Brockenbahn; 1908 Übernahme der Betriebsführung von der "Eisenbahnbau- und Betriebsgesellschaft Berlin" in eigene Regie |
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| PmG | Personenzug mit Güterbeförderung Zug, der hauptsächlich aus Personenwagen besteht und einen/mehrere Güterwagen mitführt. Um Güterwagen abzusetzen oder anzuhängen, können in Unterwegsstationen längere Aufenthaltszeiten entstehen. Bei der Deutschen Reichsbahn erhielten PmG wie Personenzüge auf Nebenbahnen (außer Schmalspurbahnen) Zugnummern zwischen 15 000 und 19 999. |
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| Rangieren |
Rangieren ist das Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schwere Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, ...) bestehenden Rangierabteilung durch Umsetzen, Abstoßen oder Ablaufen (von einem Rangierberg). Das Umsetzen erfolgt durch Rangierfahrten. |
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| Rangierfahrt |
Eine Rangierfahrt ist das Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, ...) bestehenden Rangierabteilung durch ein motorbetriebenes Fahrzeug innerhalb der Rangierabteilung im Bereich eines Bahnhofs oder einer Anschlußstelle. Bei Rangierfahrten muß der Lok-/Triebwagenführer die Rangiersignale (statt der Zugfahrtsignale) beachten. Da Rangierfahrten nicht so aufwendig technisch gesichert werden und Nebengleise befahren werden, darf nur mit geringerer Geschwindigkeit als bei Zugfahrten rangiert (gefahren) werden. |
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| Raw | Reichsbahn Ausbesserungswerk - Reparaturwerk der Deutschen Reichsbahn (DR) für Lokomotiven und Wagen; Weil in den Waggonbaubetrieben der DDR gebaute Personen- und Güterwagen vorwiegend in das Ausland exportiert wurden, reparierte die DR in ihren Ausbesserungswerken nicht nur, sondern sie baute für den Eigenbedarf neue Wagen. So wurden z.B. im Raw Halberstadt Reisezugwagen der Gattung Bmhe gebaut. |
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| Rfw | Abkürzung für Rückfallweiche | |||||||||||||||||||||||||
| Rückfallweiche (Rfw) |
"Rückfallweichen sind Weichen, die im regelmäßigen Zugverkehr aufgefahren und nach Durchfahrt des Zuges durch eine Rückstelleinrichtung in ihre Grundstellung zurückgestellt werden." Als "Auffahren einer Weiche" wird in der Eisenbahnterminologie das stumpfe (aus Richtung Herzstück in Richtung Weichenspitze) Befahren einer für diesen Fahrweg nicht richtig gestellten Weiche bezeichnet. Die Harzquerbahn diente ab Ende 1981 als Teststrecke für den Einsatz von Rfw auf Nebenbahnen. Beim Wiederaufbau der Strecke Stra0berg Stiege wurden 1983/84 die ersten Rfw auf Bahnhöfen der Selketalbahn eingebaut. |
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| Schmalspurbahn |
Schmalspurbahnen sind Eisenbahnen des öffentlichen Verkehrs mit einer geringeren Spurweite als 1435 mm (Regelspur / Normalspur). In Deutschland verbreitete Spurweiten von Schmalspurbahnen sind 600 mm, 750 mm, 900 mm und 1000 mm. Gegenüber Normalspurbahnen lassen sich Schmalspurbahnen besser dem Gelände anpassen (kleinnere Bogenradien) und benötigen weniger Platz (daher besonders im Gebirge verbreitet), weshalb ihr Bau kostengünstiger ist. Diesem Vorteil stehen eine Reihe von Nachteilen gegenüber. Durch die engeren Gleisbögen und die geringere Standsicherheit sind geringere Höchstgeschwindigkeiten als bei Regelspurbahnen zulässig. Die Transportkapazität der Wagen ist geringer. Der Austausch von Gütern mit Regelspurbahnen ist nur mit erhöhtem Aufwand (Umladen, Rollbockverkehr oder Rollwagenverkehr) möglich. Häufig werden in der Umgangssprache Schmalspurbahnen als Kleinbahn bezeichnet. Das ist aber falsch, da nicht jede Schmalspurbahn eine nach dem preußischen Kleinbahngesetz erbaute und betriebene Bahn ist. Kleinbahnen können auch normalspurige Bahnen sein. |
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| SmVT | Schmalspur-Verbrennungstriebwagen | |||||||||||||||||||||||||
| SZB |
Signalisierter Zugleitbetrieb Der SZB ist eine Weiterentwicklung des herkömmlichen Zugleitbetriebes (ZLB). Wie beim ZLB wird die Zugfolge durch Fahraufträge des Zugleiters geregelt. Durch dezentrale Sicherungstechnik, die entweder dezentral (z.B. vom Zug) oder zentral vom Zugleiter gesteuert wird, ist eine höhere Sicherheit gegeben. Es sind von der sicherungstechnischen Seite her Geschwindigkeiten bis 100 km/h zulässig. Die vereinfachte Sicherungstechnik hat keine sicherheitsrelevante Bedeutung. Ein auf Fahrt stehendes Signal gilt nicht als Fahrauftrag. Es bestätigt dem Triebfahrzeugführer lediglich, daß der Fahrweg eingestellt ist. Deshalb werden die Signale erst nach Empfang des vom Zugleiter erteilten Fahrauftrags auf Fahrt gestellt. |
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| Tfz | Abkürzung für Triebfahrzeug(e) | |||||||||||||||||||||||||
| Triebfahrzeug (Tfz) | Eisenbahnfahrzeug mit eigenem Antrieb zur direkten/indirekten Beförderung von Reisenden und/oder zum direkten/indirekten Transport von Gütern. Zu den Tfz gehören Lokomotiven und Triebwagen. | |||||||||||||||||||||||||
| Triebwagen | Triebfahrzeug (Wagen mit eigenem Antrieb), welches im Gegensatz zu einer Lokomotive direkt zur Personenbeförderung und/oder zum Gepäcktransport dient oder als Bahndienstfahrzeug genutzt wird. Der Antrieb sowie Fahrgastraum, Gepäckraum bzw. Arbeitsraum/Werkstattraum befinden sich in einem Fahrzeug. |
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| TÜV | Technischer Überwachungsverein - autorisierte Firma zum Prüfen technischer Geräte, Anlagen, Maschinen usw. | |||||||||||||||||||||||||
| Tw | Abkürzung für Triebwagen | |||||||||||||||||||||||||
| Überholen | Auf den Eisenbahnbetriebsablauf bezogen bedeutet "Überholen" das Vorbeifahren eines Zuges an einem in gleicher Richtung fahrenden Zug. Da zum Überholen mindestens zwei Gleise erforderlich sind, kann i.d.R. nur in Bahnhöfen überholt werden. | |||||||||||||||||||||||||
| Umsetzen | Bewegen einer aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, ...) bestehenden Rangierabteilung durch ein motorbetriebenes Fahrzeug | |||||||||||||||||||||||||
| VEB | Volkseigener Betrieb (staatseigener Betrieb in der DDR) | |||||||||||||||||||||||||
| Vereinfachter Nebenbahndienst (VND) | Als VND wird ein spezielles Verfahren zur Betriebsführung auf Nebenbahnen mit geringer Zugdichte und niedriger Höchstgeschwindigkeit bezeichnet. In jüngerer Zeit wird der Begriff "Zugleitbetrieb (ZLB)" verwendet. Auf der Selketalbahn wurde der VND 1959 und auf der Harzquer- und Brockenbahn 1977 eingeführt. | |||||||||||||||||||||||||
| VND | Abkürzung für Vereinfachter Nebenbahndienst | |||||||||||||||||||||||||
| VT | Verbrennungstriebwagen - Triebwagen mit Benzin-, Diesel- o.a. Verbrennungsmotor | |||||||||||||||||||||||||
| ZLB | Abkürzung für Zugleitbetrieb | |||||||||||||||||||||||||
| Zug |
Züge sind aus ein bzw. mehreren Regelfahrzeugen (Lokomotiven, Triebwagen, Wagen) oder schweren Nebenfahrzeugen (Schneepfug, Baumaschine, ...) bestehende Einheiten, die mit einem Motorfahrzeug (Lok, Triebwagen, ...) bewegt werden (Zugfahrten), die vom Bahnhof auf die freie Strecke übergehen und nach einem vorgegebenen Fahrplan verkehren. Das Ende eines Zuges muß mit einem Zugschlußsignal gekennzeichnet werden. Alle Fahrzeuge des Zuges sind i.d.R. an die durchgehende Bremsleitung anzuschließen. |
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| Zugfahrt |
Fahrt eines Zuges zwischen den im Fahrplan vorgegebenen Betriebsstellen (Bahnhöfe, Haltepunkte, Anschlußstellen) Zugfahrten müssen nach einem vorgeschriebenen Betriebsverfahren abgewockelt werde, welches der Sicherheit dient und höhere Anforderungen als bei Rangierfahrten stellt. Die Harzer Schmalspurbahnen GmbH nutzt als Betriebsverfahren den Zugleitbetrieb (ZLB) und auf den dichter befahrenen Abschnitten Wernigerode Drei Annen Hohne Brocken und Nordhausen Ilfeld-Neanderklinik den "technisch gesicherten Zugleitbetrie". |
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| Zlmst | Abkürzung für Zuglaufmeldestelle | |||||||||||||||||||||||||
| Zlst | Abkürzung für Zuglaufstelle | |||||||||||||||||||||||||
| Zuglaufmeldestelle (Zlmst) | Zuglaufmeldestellen sind die Zuglaufstellen, auf denen regelmäßig die beim Betriebsverfahren "Zugleitbetrieb (ZLB)" erforderlichen Zuglaufmeldungen abzugeben sind. | |||||||||||||||||||||||||
| Zuglaufstelle (Zlst) |
Zuglaufstellen sind die für die Regelung der Zugfolge maßgebenden Betriebsstellen (Bahnhöfe, Haltepunkte, ...) einer nach dem Betriebsverfahren "Zugleitbetrieb (ZLB)" betriebenen Eisenbahnstrecke. Sie sind annähernd vergleichbar mit den Zugfolgestellen, welche jedoch eine entsprechende sicherungstechnische Ausstattung besitzen. Die Zuglaufstellen, auf denen regelmäßig Zuglaufmeldungen abgegeben werden müssen, nennt man "Zuglaufmeldestellen". |
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| Zugleitbetrieb (ZLB) |
Der Zugleitbetrieb (früher auch "Vereinfachter Nebenbahndienst - VND"") ist ein spezielles Verfahren zur Betriebsführung auf Nebenbahnen mit geringer Zugdichte, welches auch auf der Selketalbahn angewendet wird.
Beim ZLB wird die Zugfolge weitestgehend ohne aufwendige Sicherungstechnik geregelt. Das Streckennetz besteht aus einer oder mehreren Zugleitstrecken. Für die Regelung des Betriebs auf einer Zugleitstrecke ist ein Zugleiter (bei der DR früher auch als Dispatcher bezeichnet) zuständig. Er erteilt den Zügen / Rangierabteilungen Fahrerlaubnisse und Befehle. An den Zuglaufmeldestellen und bei Bedarf auch an den Zuglaufstellen (Bahnhöfe und andere festgelegte Stellen) müssen die Zugführer Zuglaufmeldungen (Ankunftsmeldungen, Verlassensmeldungen, Fahrwegsicherungsmeldungen, Abstellmeldungen) an den Zugleiter abgeben. Auf den Harzer Schmalspurbahnen erfolgt die Kommunikation mittels Bahnfunk in der Regel zwischen Zugleiter und Triebfahrzeugführer. Bahnhöfe ohne Einfahrsignale sind mit Trapeztafeln (Signal So 5, neu Ne 1) ausgestattet. Wenn der Zugleiter keine Fahrerlaubnis bis in den Bahnhof hinein erteilt hat, muß der Zug vor dem Ne 1 anhalten. Bei einer Kreuzung kann der im Bahnhof stehende Zug durch Pfeifsignal Zp 6 (neu Zp 11; Pfiffe lang-kurz-lang = "k" im Morsealphabet) einem vor dem Ne 1 stehenden Zug die Erlaubnis zur Einfahrt in den Bahnhof geben. Bei Bahnhöfen mit Rückfallweichen können bei Kreuzung beide Züge gleichzeitig einfahren. Der Zugleiter für die Selketalbahn war bis zum 31.10.2004 gleichzeitig der Fahrdienstleiter in Alexisbad (seit 01.11.2004 Aufgaben an Zugleiter in Nordhausen Nord mit übertragen). Der Zugleiter für die Brockenbahn und die Harzquerbahn bis Benneckenstein (ausschließlich Bahnhof) sitzt in Wernigerode-Westerntor. Für den Bereich Benneckenstein (einschließlich Bahnhof) Nordhausen Nord ist der Zugleiter in Nordhausen Nord zuständig. Seit 1980 erfolgt die Kommunikation zwischen Zugpersonal und den Zugleitern mit Bahnfunk. Eine Weiterentwicklung des ZLB stellt der Signalisierte Zugleitbetrieb (SZB) dar. Auf Grund der hohen Zugdichte auf der Relation Wernigerode Brocken hat die HSB diese Streckenabschnitte mit Signalen, Achszählern u.a. ausgestattet. Beim Zugleiter in Wernigerode-Westerntor wurde ein elektronisches Stellwerk installiert. Die von der HSB praktizierte Form der Betriebsführung wird als "technisch gesicherter Zugleitbetrieb" bezeichnet. Auf Zuglaufmeldungen wird weitestgehend verzichtet. Der im Vorortverkehr stark frequentierten Abschnitt Nordhausen Ilfeld Neanderklinik (Stadtbahnlinie 10) erhielt eine sicherungstechnische Ausstattung analog zur Strecke Wernigerode Brocken und ein elektronisches Stellwerk (Aufnahme des regulären Betriebs am 01.05.2004 nach Testbetrieb), welches vom Zugleiter in Nordhausen Nord mit bedient wird. |
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