Verein

Eisenbahn- und Heimatmuseum
Lok 99 5906 (NWE 41)

Museum "Anhaltische Harzbahn" auf dem Bahnhof Gernrode

Abseits des Bahnsteiges im hinteren Bereich des Bahnhofs Gernrode findet der Besucher den vom Freundeskreis Selketalbahn e, V. aufgebauten Museumskomplex "Anhaltische Harzbahn" (Selketalbahn) mit:

Öffnungszeiten

samstags von 10 bis 18 Uhr (nicht an Tagen mit Sonderfahrten)
sowie nach Voranmeldung

Hinweis:
Die nachfolgenden Informationen geben nicht den aktuellen Stand wieder. Die WWW-Seite muss noch aktualisiert werdem.
Einen Eindruck erhalten Sie im Kurzbericht von der offiziellen Eröffnung des Museums am 28. Juni 2008.

 

Feldschmiede

  
Feldschmiede - 9,9/80,2 KB
ehemalige Feldschmiede in Bf Gernrode
Foto: Klaus Gottschling   Vergrößern 80,2 KB
 

Gegenüber dem ehemaligen Verwaltungsgebäude der Gernrode-Harzgeroder Eisenbahn (GHE) steht ein kleines Fachwerksgebäude. In ihm befand sich die Feldschmiede. Zuletz (bis 1995) diente es als Aufenthaltsraum für die Wagenreiniger. Das Gebäude selbst wurde etwa in den 1920er Jahren aus Teilen der ehemaligen Wartehalle vom Bahnhof Sternhaus Haferfeld errichtet. 1997 begann unser Verein mit einer grundlegenden Instandsetzung und der Herrichtung seines Inneren für museale Zwecke.
In den Räumen wird anhand von Fotos, Karten und anderen Ausstellungsstücken ein Einblick in die betriebliche Entwicklung der Selketalbahn gegeben. In einem Raum ist die Schmiede mit historischen Werkzeugen nachgestaltet.

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Bahnmeisterbude

Zum Museumskomplex gehört noch ein zweites, jedoch kleineres, Fachwerksgebäude. Dieses Häuschen stand einst im Bahnhof Alexisbad und diente der Bahnmeisterei als Unterkunft und Lagerraum. In einer spektakulären Aktion wurde im Mai 2000 die ehemalige Bahnmeisterbude von Alexisbad nach Gernrode transportiert.
Das Häuschen beherbergt nach der Rekonstruktion eine Sammlung von Schienenstücken unterschiedlichsten Form mit Walzzeichen von verschiedenen Herstellern sowie Zubehör zum Gleisbau. Die Schienenstücke stammen ausnahmslos aus bei der Gleisinstandhaltung ausgebauten Schienen der Selketalbahn. Da beim Wiederaufbau der Selketalbahn von 1946 bis 1950 und später bei der Gleisausbesserung vorwiegend altbrauchbare Schienen verwendet wurden, ergab sich eine Vielfalt an Schienenstücken.
Auf dem Freigelände neben der Bahnmeisterbude entsteht ein Stück Gleis, um an verschiedenen Arten von Eisenbahnschwellen die unterschiedlichen Oberbauformen (Arten der Schienenbefestigung) zu dokumentieren.

Bahnmeisterhäuschen - 10,7/65,7 KB
Bahnmeisterhäuschen im neuen Glanz auf dem Bf Gernrode
Foto: Klaus Gottschling   Vergrößern 65,7 KB
 
Bahnmeisterhäuschen - 6,8/49,9 KB
Schreibtisch im Inneren
Foto: Klaus Gottschling   Vergrößern 49,9 KB
 
Schienensammlung - 9,6/63,4 KB
Sammlung von Schienenstücken
Foto: Klaus Gottschling   Vergrößern 63,4 KB

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Wellblechbude

Die Wellblechbude neben dem Bahnmeisterhäuschen stammt nicht von der Selketalbahn. Auf dem Bahnhof Straßberg gab es früher eine größere Wellblechbude, die als Lagerraum diente. Der Typ von Wellblechbuden, den wir besitzen, wurde meist als Umhausung von Gleiswaagen verwendet.
In unsere Wellblechbude befindet sich der vom Bahnhof Alexisbad stammende "Wasserknecht". Dabei handelt es sich um eine mit einem Elektromotor angetriebene Kolbenpumpe. Mit ihr wurde einst Wasser für die Wasserkräne in Alexisbad aus der Selke gepumpt. Mangels Wasserentnahmestelle können wir den funktionstüchtigen "Wasserknecht" leider nicht in Aktion zeigen.

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Telefonbude

Da es auf der Selketalbahn keine Hauptsignale für Blockstellen auf freier Strecke gab, waren keine Telefonhäuschen vorhanden. Auf vielen anderen Bahnstrecken war die sogenante "F-Bude" aber charakteristisch, weshalb wir eine solche in unserem Museumskomplex ausgestellt haben.

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Wagenkasten

Zur Eisenbahn gehörte bis Anfang der 1990er Jahre der Stückgutverkehr (Versand von Ladungen, die allein keinen Güterwagen ausfüllten). Zur Abfertigung des Stückgutes gab es in den Bahnhöfen Güterabfertigungen. Da die Höhe des Frachtgeldes neben der Transportentfernung auch von der Masse des Transportgutes abhängig war, besaß jede Stückgutannahme als Arbeitsmittel eine Waage. Nach der Einstellung des Stückgutverkehrs konnte unser Verein aus den Güterschuppen entlang der Strecke einige der entbehrlich gewordenen Stückgutwaagen erwerben. Sie bildeten den Grundstock unserer Waagensammlung, welche im Wagenkasten hinter der Feldschmiede untergebracht ist.
Im Laufe der Zeit kamen zur Sammlung weitere Waagen aus den Bereichen Haushalt, Handwerk und Industrie hinzu.
Bis auf wenige Waagen sind alle Waagen funktionstüchtig. Daher kann man gemäß der Aufschrift "Prüfe Dein Gewicht!" auf alten Personenwaagen in Wartehallen der Bahnhöfe sich auf die großen Waagen stellen.

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Historische Wagen

  
Lok "Fiffi" - 5,5/35,2 KB
abgestellte Wagen im Bahnhof Gernrode
Foto: Klaus Gottschling
Vergrößern 35,2 KB
 
Welche Wagen uns als Dauerleihgabe von der HSB überlassen wurden, ist auf der Seite zu den Vereinsfahrzeugen nachzulesen.
In den nächsten Jahren wollen wir die Fahrzeuge äußerlich aufarbeiten.

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Feldgeräte

Vor der Feldschmiede offenbart sich ein weiteres Sachgebiet unseres Museums, die Sammlung von Feldgeräten. Die Geräte wurden von Bauern aus dem Einzugsgebiet der Selketalbahn dem Freundeskreis überlassen. Als Bedingung wurde gestellt, die Geräte ausschließlich museal zu nutzen.
Dank ihrer robusten Bauweise war die Umgestaltung zum repräsentativen Ausstellungsstück relativ einfach. In der Regel genügten Reinigung, Grundierung und ein Farbanstrich.
Mitunter werden die Feldgeräte bei Sonderfahrten als Ladegut für Fotogüterzüge genutzt.
 
Gegenwärtig befinden sich folgende Geräte in der Sammlung:
 
Schrotmühle Gabelheuwender Sausterbe
Trommelheuwender Scheibenegge Mähbinder
Schwadmäher Drillmaschine Kartoffelschleuder
Feldrechen Ackerwagen Kultivator
Zweischaarpflug    

 
Beschreibung der Feldgeräte Beschreibung der Feldgeräte
 
Geräte - 9,0/65,1 KB
Ansicht der Feldgeräte mit Blick auf den Bahnhof Gernrode.
Foto: Heiko Zeckai, Dresden
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Ansicht - 9,8/76,6 KB
Die Feldgeräte auf ihrem entgültigen Standort in Gernrode. Im Hintergrund das Museum.
Foto: Heiko Zeckai, Dresden
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